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How-To

Wird dein Betrieb von ChatGPT empfohlen? So wirst du in KI-Antworten gefunden

Deine Kunden fragen längst ChatGPT statt Google. Wer dort nicht auftaucht, existiert für sie nicht. So wirst du von KI-Assistenten empfohlen — Schritt für Schritt.

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Von Hannes · CRAFFT

Jemand zieht nach Wels und tippt nicht "Physiotherapeut Wels" in Google. Er fragt ChatGPT: "Ich brauche eine gute Physiotherapie-Praxis in Wels, die auch Wahltherapeuten-Leistungen anbietet — wen empfiehlst du?" Und bekommt drei Namen. Einer davon bekommt diese Woche einen neuen Patienten. Die anderen erfahren nie, dass die Frage überhaupt gestellt wurde.

Das ist keine ferne Zukunft. Das passiert jetzt. ChatGPT zählt seine Nutzer in Hunderten Millionen pro Woche, Google blendet bei immer mehr Suchanfragen oben eine KI-Übersicht ein, und Perplexity wächst als "Antwortmaschine" rasant. Für lokale Betriebe heißt das: Es gibt einen neuen Ort, an dem über dich entschieden wird — und die meisten haben keine Ahnung, ob sie dort vorkommen.

Die gute Nachricht: In KI gefunden zu werden ist kein Hexenwerk und kostet kein Werbebudget. Es hängt an Dingen, die du ohnehin haben solltest. Dieser Artikel zeigt dir, woran es liegt und was du konkret tun kannst.


Wie KI-Assistenten überhaupt entscheiden, wen sie nennen

Kurz und ohne Tech-Vortrag: ChatGPT, Perplexity und Google AI-Übersichten "wissen" nichts über deinen Betrieb. Sie ziehen ihre Antworten aus dem, was im Netz über dich steht — und fassen es zusammen.

Drei Quellen sind dabei entscheidend:

  1. Was auf deiner eigenen Website steht — vorausgesetzt, sie ist technisch sauber lesbar.
  2. Was an anderen Stellen über dich steht — Google Unternehmensprofil, Branchenverzeichnisse, Bewertungen, lokale Portale.
  3. Wie konsistent diese Informationen zueinander passen. Widersprüche (zwei verschiedene Telefonnummern, alte Adresse hier, neue dort) machen dich für eine KI unzuverlässig — und dann nennt sie lieber jemand anderen.

Eine KI bevorzugt Betriebe, über die sie eine klare, widerspruchsfreie Geschichte erzählen kann. Wenn die Fakten über dich eindeutig und an mehreren Orten gleich sind, wirst du zur "sicheren" Empfehlung. Genau hier setzt alles an.


Der neue Begriff dafür: GEO

Du kennst vielleicht SEO — Suchmaschinenoptimierung, also alles, was dafür sorgt, dass du bei Google weit oben stehst. Der KI-Bruder davon heißt GEO: Generative Engine Optimization. Es geht darum, in den von KI generierten Antworten aufzutauchen, nicht in der klassischen Linkliste.

Die ehrliche Wahrheit: GEO und gutes Local SEO überlappen sich zu großen Teilen. Wer bei Google für lokale Suchen gut sichtbar ist, hat den Großteil der Arbeit schon erledigt, damit ihn auch eine KI findet — die KI-Assistenten ziehen ihre Daten ja aus genau denselben Quellen. Du baust also nicht zwei Dinge, sondern ein solides Fundament, von dem beide profitieren.


Die 6 Hebel, mit denen du in KI-Antworten auftauchst

1. Ein gepflegtes Google Unternehmensprofil

Das ist der wichtigste Einzelhebel — auch für KI. Google AI-Übersichten ziehen direkt daraus, und ChatGPT sowie Perplexity greifen über die Websuche ebenfalls auf diese Daten zu.

Was zählt: vollständige Öffnungszeiten, korrekte Kategorie ("Tischlerei" statt nur "Handwerker"), aktuelle Fotos, beantwortete Bewertungen, ausgefüllte Leistungen. Ein leeres oder halb gepflegtes Profil ist für eine KI ein schwaches Signal. Wie du das Profil richtig aufsetzt, steht im Detail in unserem Guide Google Unternehmensprofil optimieren.

2. Konsistente NAP — überall die gleichen Daten

NAP steht für Name, Adresse, Telefonnummer. Die Regel ist simpel: Diese drei müssen überall im Netz exakt gleich geschrieben sein — auf deiner Website, im Google-Profil, auf HEROLD, in der WKO-Firmensuche, in Branchenverzeichnissen.

Klingt banal, ist aber der häufigste Fehler. "Bäckerstraße 4" auf der Website, "Bäckerstr. 4a" auf HEROLD, eine alte Handynummer im Branchenbuch. Für einen Menschen ist das egal. Für eine KI ist es ein Widerspruch — und Widersprüche senken das Vertrauen. Setz dich einmal hin, sammle alle Stellen, an denen dein Betrieb gelistet ist, und gleich sie ab. Eine Stunde Arbeit, die direkt einzahlt.

3. Klare Texte, die eine Frage beantworten

KI-Assistenten beantworten Fragen. Also tauchen Websites bevorzugt auf, die Fragen klar beantworten — in normalem Deutsch, nicht in Marketing-Phrasen.

Schlecht: "Wir bieten Ihnen ganzheitliche Lösungen rund um Ihr Wohlbefinden." Eine KI kann damit nichts anfangen.

Gut: "Wir behandeln Rückenschmerzen, Sportverletzungen und Beschwerden nach Operationen. Termine sind Montag bis Freitag, ein Kassenvertrag besteht mit der ÖGK." Konkret, faktisch, zitierbar. Genau so etwas kann eine KI in eine Antwort übernehmen.

Schreib so, dass jemand, der deinen Betrieb nicht kennt, nach drei Sätzen weiß, was du machst, für wen, wo und ab wann.

4. Strukturierte Daten (Schema-Markup)

Das ist der einzige etwas technische Punkt — aber du musst ihn nicht selbst umsetzen, nur verstehen, dass es ihn gibt. Strukturierte Daten sind unsichtbare Markierungen im Hintergrund deiner Website, die Maschinen sagen: "Das hier ist eine Adresse. Das ist eine Telefonnummer. Das sind die Öffnungszeiten. Das ist eine Bewertung."

Für einen lokalen Betrieb ist das Schema "LocalBusiness" relevant. Es macht für Suchmaschinen und KI eindeutig, was ein Mensch ohnehin sieht. Eine ordentlich gebaute Website bringt das von Haus aus mit — eine alte HEROLD-Seite oder ein wild zusammengeklickter Baukasten meistens nicht.

5. Bewertungen — viele, echte, beantwortete

Bewertungen sind für KI ein doppeltes Signal: Sie zeigen, dass es dich wirklich gibt und dass du etwas taugst. Eine Praxis mit 80 Google-Bewertungen und 4,8 Sternen ist für ChatGPT eine viel sicherere Empfehlung als eine ohne.

Du musst dafür nichts kaufen oder tricksen. Bitte zufriedene Kunden aktiv um eine Bewertung — nach einer guten Behandlung, nach einem fertigen Auftrag. Die meisten machen das gern, wenn man fragt. Und antworte auf Bewertungen, auch auf kritische. Das zeigt, dass hinter dem Betrieb ein Mensch steht.

6. Erwähnungen an anderen Orten

Je öfter dein Betrieb an vertrauenswürdigen Stellen im Netz vorkommt, desto eher hält eine KI dich für relevant. Das müssen keine bezahlten Anzeigen sein: ein Eintrag im regionalen Wirtschaftsverzeichnis, ein Profil im Branchenportal deiner Innung, eine Erwähnung im Lokalblatt nach einem Projekt. Jedes davon ist ein zusätzlicher Beleg deiner Existenz.


Was die einzelnen Hebel bringen — und wie viel Aufwand sie kosten

HebelWirkung auf KI-SichtbarkeitAufwandSelbst machbar?
Google Unternehmensprofil pflegenHochMittelJa
Konsistente NAP überallHochNiedrig (einmalig)Ja
Klare, faktische TexteHochMittelTeilweise
Strukturierte DatenMittel bis hochNiedrig (wenn Website es kann)Eher nicht
Bewertungen sammelnHochLaufend, geringJa
Erwähnungen aufbauenMittelLaufendJa

Auffällig: Die meisten Hebel sind kein Geldthema, sondern ein Sorgfalts- und Konsistenz-Thema. Genau deshalb scheitern viele Betriebe daran — nicht am Können, sondern an der Zeit, sich einmal sauber hinzusetzen.


Der häufigste Irrtum: "Ich brauch dafür eine eigene KI-Strategie"

Nein, brauchst du nicht. Es gibt Anbieter, die jetzt teure "KI-Sichtbarkeits-Pakete" verkaufen. Das ist meistens dasselbe in Grün: ein sauberes Google-Profil, konsistente Daten, gute Texte, eine technisch ordentliche Website. Wenn dir jemand erzählt, er könne dich gegen Aufpreis "in ChatGPT eintragen lassen" — das geht nicht, einen solchen Eintrag gibt es nicht.

Das Einzige, was wirklich funktioniert, ist das Fundament richtig zu bauen. Eine KI empfiehlt dich, weil die Fakten über dich klar, konsistent und gut auffindbar sind. Punkt.


So fängst du diese Woche an

Du musst nicht alles auf einmal machen. Diese Reihenfolge bringt am schnellsten etwas:

  1. Test machen. Frag ChatGPT und Perplexity selbst: "Empfiehl mir [deine Branche] in [deine Stadt]." Kommst du vor? Stimmen die Infos?
  2. Google-Profil prüfen. Vollständig? Aktuelle Fotos? Beantwortete Bewertungen?
  3. NAP abgleichen. Alle Listings durchgehen, überall exakt gleiche Daten.
  4. Website-Texte ehrlich lesen. Versteht jemand in 30 Sekunden, was du machst und für wen?

Wer diese vier Punkte erledigt, ist weiter als der allergrößte Teil der lokalen Betriebe — weil die meisten noch gar nicht wissen, dass das Spiel begonnen hat.


Häufige Fragen

Kann ich meinen Betrieb direkt bei ChatGPT anmelden? Nein. Es gibt kein Anmeldeformular und keinen Eintrag, den man kaufen kann. ChatGPT zieht seine Empfehlungen aus dem, was im offenen Netz über dich steht — vor allem aus deinem Google-Profil, deiner Website und Bewertungen. Du beeinflusst die KI also indirekt, indem du diese Quellen sauber hältst.

Wie lange dauert es, bis ich in KI-Antworten auftauche? Das hängt davon ab, wie aktuell die jeweilige KI ihre Daten bezieht. Tools mit Live-Websuche (Perplexity, ChatGPT mit Suche, Google AI-Übersichten) erfassen Änderungen oft innerhalb von Tagen bis Wochen. Reine Trainingsdaten älterer Modelle hinken hinterher. Wichtig ist, dass die Grundlage stimmt — dann profitierst du, sobald die KI das nächste Mal nachschaut.

Lohnt sich das überhaupt für einen kleinen lokalen Betrieb? Gerade dann. Bei lokalen Suchen ("Tischler in der Nähe", "gute Praxis in Linz") liefern KI-Assistenten oft nur zwei bis vier Namen. Die Liste ist kürzer als bei Google. Wer drauf ist, hat einen größeren Vorteil als auf Seite eins der klassischen Suche.

Muss meine Website dafür neu gebaut werden? Nicht zwingend — aber eine technisch veraltete Seite (altes HEROLD-Template, zusammengeklickter Baukasten) erschwert vieles: Strukturierte Daten fehlen, die Texte sind oft dünn, mobil sieht es schlecht aus. Eine saubere, aktuelle Website ist die Basis, auf der alle anderen Hebel besser greifen.


Deine Website als Fundament für KI-Sichtbarkeit

Die meisten Hebel oben hängen an einem Punkt zusammen: einer Website, die Menschen und Maschinen klar verstehen. Sauberer Aufbau, strukturierte Daten, klare Texte, konsistente Daten — das ist genau das, was eine KI braucht, um dich zu empfehlen.

CRAFFT baut dir eine Website, die von Anfang an so aufgesetzt ist: technisch sauber, mit strukturierten Daten, klaren Texten und allem, was für lokale Sichtbarkeit zählt. Fertig gebaut und laufend betreut, für €99 im Monat — kein Einmalpreis. Du schaust dir das Ergebnis erst an und zahlst dann.

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