Agentur, Baukasten oder Abo-Service? Alle Optionen mit echten Preisen — damit du als Handwerker weißt, was dich eine Website wirklich kostet.

Du brauchst eine Website. Das weißt du. Vielleicht fragen dich Kunden schon, ob du eine Homepage hast. Vielleicht hat dir ein Kollege erzählt, dass die Hälfte seiner Neukunden ihn über Google findet. Der Auftrag, der nicht bei dir landet, landet beim Nächsten in der Liste.
Das Problem fängt an, sobald du dich informierst. Die Preise gehen von "10 Euro im Monat mit Wix" bis "ab 5.000 Euro bei der Agentur". Beides klingt plausibel, beides hat einen Haken — und über die Haken redet niemand, der dir was verkaufen will.
Hier bekommst du alle vier realistischen Wege. Mit echten Preisen, mit dem, was wirklich drinsteckt, und mit einer ehrlichen Einschätzung, für wen sich was lohnt.
Es gibt 2026 vier Wege zur eigenen Website. Hier der schnelle Überblick, die Details kommen gleich danach.
Kosten: €3.000 – €8.000 Einmalig + €50–150/Monat laufend
Eine Agentur baut dir eine individuelle Website. Wenn die Agentur gut ist, sieht das auch richtig gut aus. Für einen einfachen Handwerkerbetrieb (5–10 Unterseiten, kein Shop) zahlst du in Österreich realistisch 3.000 bis 8.000 Euro einmalig. Bei größeren Projekten oder einem bekannteren Namen knackst du schnell die 10.000.
Dazu kommt das Hosting (oft 20–80 Euro im Monat). Und jede spätere Änderung läuft über den Stundensatz: 80 bis 150 Euro pro Stunde.
Kosten: €1.500 – €3.500 Einmalig + variable laufende Kosten
Ein Freelancer liefert dasselbe wie eine Agentur — fertige Website, Einmalzahlung — nur günstiger. Eine ordentliche Handwerker-Website kostet meist zwischen 1.500 und 3.500 Euro. Die Qualität hängt stark davon ab, wen du erwischst.
Das Hauptproblem kommt später: Was, wenn der Freelancer nicht mehr greifbar ist? Krank, anderer Job, ausgewandert? Dann hast du eine Website, die niemand mehr betreut, und keinen, den du anrufen kannst.
Kosten: €10 – €30/Monat (Baukastenabo)
Du baust selbst, per Drag-and-Drop. Klingt nach wenig Aufwand, ist es aber nicht — vor allem nicht ohne Übung. Für eine schlichte Seite reichen die Tools. Nur sieht das Ergebnis am Ende oft nach "selbst gebastelt" aus, und genau das kostet bei Neukunden Vertrauen.
Der versteckte Posten: deine Zeit. Jede Stunde am Baukasten ist eine Stunde, die du nicht auf der Baustelle verrechnest. Bei 70 Euro Stundensatz sind 20 Stunden Bastelei schon 1.400 Euro — und du bist trotzdem kein Webdesigner.
Kosten: €99/Monat — alles inkludiert
Das jüngste Modell, in Österreich und Deutschland gerade im Kommen: Du zahlst einen festen Monatsbetrag, und jemand baut und betreut deine Website für dich. Kein Einmalpreis, keine Zusatzrechnungen, kein technischer Stress. Fertige, professionelle Website — und du musst nie wieder selbst ran.
Hier liegt der eigentliche Knackpunkt. Der Preis im Angebot ist fast nie der Preis, den du am Ende zahlst.
Der Einmalpreis einer Agentur deckt in der Regel ab:
Was NICHT inkludiert ist:
Was NICHT inkludiert ist:
Bei CRAFFT zum Beispiel sind im €99/Monat-Paket inkludiert:
Was NICHT inkludiert ist:
Das Kapitel, das Agenturen und Freelancer im Verkaufsgespräch gern auslassen. Was eine Website wirklich kostet, merkst du erst nach der Übergabe.
Eine Website ist nichts, das du einmal hinstellst und dann steht. Plugins veralten, Sicherheitslücken tauchen auf, das Design wirkt nach drei Jahren müde. Wer auf WordPress baut, muss regelmäßig Updates einspielen — selbst oder gegen Bezahlung. Lässt du es schleifen, riskierst du einen gehackten oder offline-gegangenen Auftritt.
Realistisch: 1–2 Stunden im Monat selbst oder 30–60 Euro für einen Wartungsvertrag.
Gute Texte zu schreiben dauert länger, als die meisten glauben. Die Agentur liefert oft nur das Layout, die Inhalte kommen von dir — oder du kaufst sie ein. Pro Unterseite zahlst du dafür 100 bis 300 Euro.
Webdesign altert. Was 2021 frisch wirkte, sieht 2026 alt aus. Die Agentur weiß das. Nach ein paar Jahren stehst du vor der Wahl: nochmal den vollen Preis fürs Redesign zahlen oder mit einer Seite weiterleben, die deine Kunden abschreckt.
Neue Öffnungszeiten, eine neue Leistung, frische Fotos — jede Kleinigkeit heißt: selbst ran oder Agentur anschreiben und auf Antwort warten. Das frisst Zeit und Nerven.
Laut WKO verbringen Selbstständige im Schnitt fast ein Drittel ihrer Arbeitszeit mit Verwaltung. Die Website sollte nicht noch eine Baustelle obendrauf sein.
Für einen Elektriker mit 3 Mitarbeitern oder einen Tischler mit 5 Mitarbeitern ist eine Agentur schlicht überdimensioniert und zu teuer.
Ehrlich gesagt: Die meisten Handwerker, die wir kennen, haben weder die Zeit noch die Lust dafür. Und das Ergebnis sieht man dann auch.
Für die meisten Kleinbetriebe in Österreich und Deutschland ist das 2026 schlicht die vernünftigste Wahl.
Die Kurzfassung für alle, die direkt nach unten gescrollt haben:
| Option | Einmalig | Monatlich | Betreuung | Aufwand für dich |
|---|---|---|---|---|
| Agentur | €3.000–8.000 | €50–150 | Gegen Aufpreis | Mittel |
| Freelancer | €1.500–3.500 | €20–50 | Oft nein | Mittel-Hoch |
| Baukasten | €0 | €10–30 | Nein | Sehr hoch |
| Abo-Service | €0 | €99 | Ja, inkludiert | Minimal |
Unterm Strich: Willst du als Handwerker eine Website, die professionell aussieht, ohne selbst stundenlang zu basteln und ohne vorab einen vierstelligen Betrag hinzulegen, ist ein Abo-Service wie CRAFFT die naheliegendste Wahl.
Du willst genauer wissen, welches Modell zu dir passt? Lies auch unseren Artikel Webdesign Agentur vs. Website-Baukasten vs. Abo-Service: Ehrlicher Vergleich für Selbstständige. Und wenn dich interessiert, was passiert, wenn du gar keine Website hast, schau dir an: Was dich eine fehlende Website als Handwerker wirklich kostet.
Du bist Handwerker. Deine Zeit ist zu wertvoll, um sie mit Website-Basteleien oder Agentur-Verhandlungen zu verschwenden.
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