Portfolio, Fotos, Kosten: Was eine Tischler-Website braucht, damit sie wirklich Kunden bringt — und was du sofort verbessern kannst.

Du baust Küchen, die 30 Jahre halten. Einbauschränke nach Maß, Treppen aus massiver Eiche, Möbel, die es nirgends von der Stange gibt. Das ist Handwerk, das für sich spricht — aber nur, wenn die Leute es zu sehen kriegen.
Genau da liegt das Problem der meisten Tischler-Websites: Sie beschreiben, was der Betrieb macht, anstatt es zu zeigen. Ein paar schlechte Handyfotos, eine Leistungsliste, eine Telefonnummer. Fertig. Und dann wundern sich die Betriebe, warum Anfragen ausbleiben.
Dabei hast du als Tischler einen Vorteil, den kaum ein anderes Gewerk hat: Deine Arbeit lässt sich zeigen. Ein gutes Foto einer Küche nach Maß sagt mehr als drei Absätze Text. Wer sie sieht, will sie haben — oder zumindest wissen, was so etwas kostet. Genau diesen Effekt nutzt eine durchdachte Website systematisch.
In diesem Artikel erfährst du, was auf deiner Tischler-Website nicht fehlen darf, wie du deine Projekte richtig fotografierst, und was eine professionelle Website heute kostet.
Andere Gewerke tun sich schwer, ihre Qualität sichtbar zu machen. Eine fertig verputzte Wand oder neu verlegte Leitungen hinter der Mauer — da gibt es nichts zu fotografieren. Bei dir schon.
Dein Portfolio ist dein stärkstes Verkaufsargument. Wer auf deine Website kommt, hat genau eine Frage im Kopf: "Kann der, was ich brauche?" Und er will die Antwort nicht lesen, er will sie sehen.
Zeige abgeschlossene Projekte, am besten mit Vorher-Nachher-Fotos oder zumindest mit Bildern aus verschiedenen Perspektiven. Eine Küche von vorne sieht gut aus — aber die Detailaufnahme der Schubladenmechanik, das Foto der handgefrästen Griffe, der Blick von der Seite auf die Maßarbeit: Das macht den Unterschied zwischen "okay" und "wow".
Was ein gutes Portfolio zeigt:
Ein Portfolio mit 15 guten Fotos ist besser als eine Galerie mit 80 schlechten. Qualität vor Quantität.
Der psychologische Effekt: Potenzielle Kunden sehen sich in deinen Arbeiten wieder. Wer eine neue Küche will, sieht deine Küchen und denkt: "Das könnte meins sein." Wer ein Kinderzimmer einrichten lassen will, sieht deine Einbaulösungen und fragt direkt an. Das Portfolio arbeitet für dich — rund um die Uhr.
Für alles andere, was auf deiner Website nicht fehlen darf, lies auch Was macht eine gute Website für Kleinbetriebe aus?.
Neben dem Portfolio gibt es weitere Elemente, die auf keiner Tischler-Website fehlen sollten. Hier sind die fünf wichtigsten:
"Tischler" ist kein ausreichendes Leistungsversprechen. Machst du Küchen? Maßmöbel? Treppen? Restaurierungen? Büroeinrichtungen? Schreibe das konkret auf.
Nicht: "Wir bieten alle tischlerischen Leistungen." Sondern: "Maßküchen, Einbauschränke, Treppen und Möbel aus Wien und Umgebung — von der Planung bis zur Montage."
Spezifität schafft Vertrauen. Und sie hilft Google zu verstehen, für welche Suchen deine Website relevant ist.
Telefonnummer groß, gut sichtbar, klickbar auf dem Smartphone. Eine E-Mail-Adresse. Und entweder ein kurzes Kontaktformular oder — noch besser — ein Hinweis, wann du gut erreichbar bist.
Viele Handwerksbetriebe verlieren Anfragen, weil Interessenten einfach aufgeben. Wenn jemand auf dem Handy deine Nummer sucht und sich durch drei Unterseiten klicken muss: weg ist er.
Wo arbeitest du? Graz und Umgebung? Wien, Niederösterreich, Burgenland? Das muss auf deiner Website stehen — idealerweise auch als Google Maps-Einbettung. Erstens wissen Kunden sofort, ob du für sie in Frage kommst. Zweitens hilft es bei der lokalen Suche: Wer in Linz nach "Tischler" sucht, soll dich finden — und nicht einen Betrieb aus Innsbruck.
Kundenstimmen sind Gold. Wenn ein Interessent liest: "Herr Müller hat unsere Küche in zwei Wochen fertiggestellt — perfekte Verarbeitung, super Kommunikation. Klare Empfehlung." — dann ist das überzeugender als jeder Werbetext.
Bitte deine zufriedenen Kunden um eine kurze Google-Bewertung. Und zeige die besten Bewertungen auch direkt auf deiner Website.
Was soll ein Besucher tun, wenn er deine Website gesehen hat? Anrufen? Eine unverbindliche Anfrage senden? Einen Termin für eine Besichtigung machen? Sag es ihm. "Jetzt unverbindlich anfragen" als Button ist besser als keine Handlungsaufforderung.
Du musst kein Profifotograf sein, um gute Fotos für deine Tischler-Website zu machen. Mit ein paar einfachen Grundregeln bekommst du brauchbare Ergebnisse auch mit einem modernen Smartphone.
Licht ist alles. Fotografiere bei Tageslicht, wenn möglich. Öffne alle Vorhänge, schalte die Raumbeleuchtung aus (künstliches Licht erzeugt Gelbstich) und nutze das natürliche Licht. Morgens oder abends ist das Licht weicher — ideal für Holzoberflächen.
Räume vorher auf. Klingt banal, aber es macht einen riesigen Unterschied. Eine frisch montierte Küche sieht auf Fotos dreimal so gut aus, wenn keine Werkzeuge und kein Verpackungsmüll herumliegen. Nimm dir fünf Minuten vor dem Fotografieren.
Verschiedene Perspektiven. Fotografiere jedes Projekt aus mindestens drei Winkeln: gesamt (damit man das Stück als Ganzes sieht), halb-nah (um Proportionen zu zeigen), und detail (Verarbeitung, Material, spezielle Features). Diese drei Ebenen zusammen ergeben ein vollständiges Bild.
Kein Zoom. Geh lieber physisch näher ran. Der digitale Zoom am Handy verschlechtert die Bildqualität merklich. Näher ran, stabilisieren (anlehnen oder abstützen), und dann schießen.
Hochformat vs. Querformat. Für die Website: Querformat (Landscape) funktioniert meistens besser für Galerien. Für Social Media (Instagram, Facebook) kannst du Hochformat nehmen. Fotografiere im Zweifel beides.
Wann sich ein Profi-Fotograf lohnt: Für besonders aufwendige Projekte — eine vollständig ausgestattete Wohnküche, eine handgefertigte Treppe — lohnt es sich, einmalig einen lokalen Fotografen zu engagieren. 1-2 Stunden Shooting kostet zwischen 150 und 300 Euro, aber du bekommst Bilder, die du jahrelang verwenden kannst. In Wien, Graz oder Salzburg gibt es viele Fotografen, die sich auf Inneneinrichtung und Handwerk spezialisiert haben.
Eine ehrliche Einschätzung — ohne Marketing-Sprech.
Option 1: Selbst bauen (Baukastensystem) Wix, Squarespace oder ähnliche Tools: 10–25 Euro pro Monat. Klingt günstig. Aber: Du investierst selbst Zeit in Aufbau, Pflege und Updates. Wenn du handwerklich gut bist, aber keine Affinität zu Web-Themen hast, wirst du schnell frustriert sein. Außerdem sehen diese Websites oft aus wie Baukastensysteme — was nicht gerade Vertrauen aufbaut.
Option 2: Webdesign-Agentur oder Freelancer Einmalkosten: 1.500–5.000 Euro für eine solide Handwerker-Website. Dazu kommen laufende Kosten für Hosting und Wartung (50–150 Euro/Monat). Gut, wenn du viel Budget und sehr spezifische Anforderungen hast. Für die meisten kleinen Tischlerbetriebe überdimensioniert.
Option 3: Website-as-a-Service wie CRAFFT Flat-Rate-Modelle wie CRAFFT kosten rund 99 Euro pro Monat — fertig gebaut auf Webflow, professionell gestaltet, inklusive laufender Betreuung. Kein Einmalinvestment, kein Eigenaufwand. Du bekommst eine fertige, professionelle Website und musst dich um nichts kümmern.
Mehr zu den Kosten und dem Vergleich der Optionen findest du im Artikel Was kostet eine Website für Handwerker?.
Was du nicht vergessen solltest: Der günstigste Weg ist nicht immer der beste. Eine schlechte Website, die keine Kunden bringt, kostet dich letztlich mehr als eine gute Website, die regelmäßig Anfragen generiert. Rechne einmal durch: Was ist dir eine neue Kundenanfrage wert? Wenn dein Durchschnittsauftrag 2.000 Euro Umsatz bringt, reicht eine einzige zusätzliche Anfrage pro Monat, um eine professionelle Website zu finanzieren.
Tischler und Schreiner haben einen Vorteil, den die wenigsten nutzen: Ihre Arbeit lässt sich zeigen. Eine gute Website spielt genau das aus — konsequent, auf jeder Seite.
Die Formel ist einfach:
Du musst keine riesige Agentur beauftragen und kein Vermögen investieren. Aber du musst es richtig machen — denn eine schlechte oder veraltete Website schadet dir aktiv: Sie wirkt unprofessionell und schreckt Kunden ab, die eigentlich bei dir angefragt hätten.
Wenn du gleichzeitig wissen willst, welche typischen Fehler Handwerker-Websites machen, lies: 5 Fehler die jede zweite Handwerker-Website macht.
Du bist Tischler, kein Webdesigner. Du solltest deine Zeit nicht mit WordPress-Plugins, Hosting-Konfigurationen oder DSGVO-Texten verbringen.
CRAFFT baut dir eine fertige, professionelle Website auf Webflow — mit Portfolio-Galerie, Leistungsseiten, Kontaktformular und allem was dazugehört. Für €99 pro Monat, fertig gebaut, laufend betreut.
Keine Einmalkosten. Keine technischen Kopfschmerzen. Eine Website, die zeigt, was du kannst.